Handmade Business & der Mut zum eigenen Weg – wie la devara wirklich entstanden ist

Kurz & knapp

la devara ist aus einem einzigen Impuls entstanden – einer Tasche, in die ich mich sofort verliebt hatte und unbedingt selbst machen wollte. Was daraus wurde, war kein großer Plan, sondern ein Schritt nach dem anderen. In diesem Artikel erzähle ich, wie das alles wirklich angefangen hat, was ich dabei gelernt habe – und warum der Mut zum eigenen Weg sich fast immer lohnt.

Hast du dich schon einmal gefragt, ob dein Hobby mehr ist als nur ein Zeitvertreib? Ob die Stunden, in denen du etwas mit den Händen machst, vielleicht der Anfang von etwas Größerem sein könnten?

Ich habe mir diese Frage lange nicht gestellt. Ich habe einfach gehäkelt.

Und dann, irgendwann, war da auf einmal ein kleiner Shop – ein Name, ein Logo, drei Anleitungen, eine Handvoll neugieriger Käuferinnen. Ich bin noch immer ein bisschen erstaunt darüber, wie das passiert ist. Aber ich weiß genau, wann es angefangen hat.


Der Anfang: Eine Tasche, in die ich mich verliebte

Vor zwei Jahren sah ich eine gehäkelte Tasche – die Form, die Farben, diese ganz eigene Persönlichkeit, die handgemachte Dinge haben, wenn jemand wirklich mit Leidenschaft dabei war. Ich wollte sie unbedingt haben. Und noch mehr wollte ich sie selbst machen.

Als Kind hatte ich schon gehäkelt, dann jahrelang nicht mehr. Also fing ich wieder an – ohne großen Plan, ohne Erwartungen, einfach so. Was folgte, waren viele Abende mit angefangenen und wieder aufgetrennten Taschen, viel Ausprobieren, viel Lernen. Und irgendwann eine Tasche, auf die ich wirklich stolz war.

Genau dieser Prozess – das Suchen, das Scheitern, das Weitermachen – steckt heute in jeder meiner Anleitungen. Nicht weil ich es so geplant hatte, sondern weil ich selbst gespürt hatte, wie frustrierend es ist, wenn eine Anleitung dich im Stich lässt.


Wie la devara wirklich entstanden ist

Irgendwann fragte mich jemand, ob ich meine Anleitungen nicht teilen würde. Nicht als großes Businessplan-Gespräch, sondern einfach so, zwischen Tür und Angel. Und ich dachte: Eigentlich... warum nicht?

la devara war kein strategisches Projekt. Es war der Versuch, die Erfahrung, die ich selbst gemacht hatte – das Suchen nach einer wirklich guten, bebilderten Anleitung für Anfängerinnen ohne Vorkenntnisse – für andere einfacher zu machen. Kein langer Business-Plan, kein Investoren-Pitch. Einfach: Was brauchte ich selbst, als ich anfing? Und wie kann ich das jetzt anderen geben?

"Menschen kaufen nicht nur Produkte. Sie kaufen Geschichten, Emotionen, ein Stück Echtheit in einer Welt voller Massenproduktion."

– Alexandra, la devara


Was ich in dieser Zeit wirklich gelernt habe

Nicht als Liste von Business-Weisheiten, sondern so, wie es wirklich war:

Perfekt ist der Feind von fertig

Ich hätte meinen ersten Shop noch hundertmal überarbeiten können. Die Produktbilder waren nicht perfekt, die Texte nicht ausgereift, das Logo nicht genau so wie ich es mir vorgestellt hatte. Irgendwann habe ich einfach auf „veröffentlichen" geklickt. Was danach kam, hat mir mehr beigebracht als alles davor.

Dein Weg muss nicht nach jemand anderem aussehen

Ich habe lange auf andere geschaut – auf größere Shops, auf Accounts mit tausenden Followern, auf Menschen, die scheinbar alles auf Anhieb richtig machten. Das hat mir nicht geholfen. Was mir geholfen hat: mich zu fragen, was ich selbst als Käuferin gesucht hätte. Diese Frage war mein bester Kompass.

Authentizität ist keine Strategie – sie ist ein Schutzschild

Ich bin kein Marketing-Experte. Ich bin jemand, die Taschen häkelt und dabei gelernt hat, was Anfängerinnen wirklich brauchen. Genau das sage ich auch. Nicht mehr, nicht weniger. Und genau das zieht die richtigen Menschen an – die, die auch wirklich etwas von meinen Anleitungen haben.


Wenn du auch darüber nachdenkst, dein Hobby sichtbar zu machen

Dann sag ich dir das, was ich mir damals gewünscht hätte zu hören: Du musst nicht bereit sein. Du musst nur anfangen.

Nicht jeder Weg führt zu einem Shop oder einem Business – und das muss er auch nicht. Manchmal reicht es, das was du machst mit anderen zu teilen. Manchmal entsteht daraus etwas, und manchmal bleibt es ein schönes Hobby, das dir Freude macht. Beides ist richtig.

Aber wenn da dieser leise Gedanke ist – vielleicht könnte ich damit auch andere erreichen – dann ist der meistens einen Test wert. Der erste Schritt kostet mehr als alle folgenden zusammen.

Drei Fragen, die mir am Anfang geholfen haben

Was würde ich selbst kaufen, wenn es das gäbe? – Für wen ist das, was ich mache, besonders wertvoll? – Was kann ich besser erklären als jemand anderes, weil ich selbst mal nicht wusste wie es geht?

Die Antworten auf diese drei Fragen sind im Grunde alles, was du brauchst um anzufangen.


Masche für Masche

la devara ist nicht von heute auf morgen entstanden. Es ist aus vielen kleinen Entscheidungen gewachsen – und aus genauso vielen Momenten des Zweifelns. Aber jede Tasche, die ich heute sehe, jede Käuferin, die mir schreibt dass sie ihre erste Tasche fertig häkeln konnte, erinnert mich daran, warum ich damals einfach angefangen habe.

Masche für Masche. Das gilt fürs Häkeln – und offenbar auch fürs Leben.

Wenn du neugierig bist, was aus diesem Impuls geworden ist – schau gerne mal rein. Meine drei Häkelanleitungen sind das Herzstück von la devara: moderne Taschen aus recyceltem Textilgarn, Schritt für Schritt bebildert, für Menschen die wirklich bei null anfangen.

Anleitungen ansehen →

Häufige Fragen

Muss man ein Gewerbe anmelden, wenn man handgemachte Produkte verkauft?

In Deutschland ja – sobald man regelmäßig und gewinnorientiert verkauft, gilt das als gewerbliche Tätigkeit und muss beim Gewerbeamt angemeldet werden. Das kostet je nach Stadt zwischen 10 und 65 Euro und ist in wenigen Minuten erledigt. Für steuerliche Fragen empfehle ich immer eine kurze Beratung beim Steuerberater – das lohnt sich von Anfang an.

Brauche ich viele Follower, um mit einem kreativen Projekt anzufangen?

Nein. Ich hatte am Anfang kaum Reichweite. Was geholfen hat: eine klare Nische, ein konkretes Angebot und die Bereitschaft, geduldig zu sein. Reichweite kommt mit der Zeit – wenn das Angebot stimmt.

Wie finde ich heraus, ob meine Idee gut genug ist?

Indem du anfängst. Die ehrlichste Marktforschung ist immer noch der erste echte Verkauf – oder das erste echte Feedback von jemandem der nicht deine Freundin ist. Theoretisch kann man eine Idee endlos validieren, aber irgendwann hilft nur noch der Test.

Was ist der größte Unterschied zwischen Hobby und Business?

Im Hobby machst du es für dich. Im Business machst du es für jemand anderen – und gleichzeitig trotzdem für dich. Der Unterschied ist nicht das Produkt, sondern die Perspektive. Und manchmal ist das gar nicht so groß wie man denkt.

A

Alexandra – la devara

Ich lebe im Allgäu, häkele Taschen aus recyceltem Textilgarn und habe la devara aus einem einfachen Impuls heraus gestartet: Ich wollte Anleitungen machen, die wirklich funktionieren – weil ich selbst lange nach genau sowas gesucht hatte.

Dieser Artikel enthält keine Affiliate-Links.

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